Drittes Remis PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Oliver Poller   
Dienstag, den 08. November 2016 um 07:16 Uhr
Zwar wartet unsere Mannschaft auch nach dem siebten Spiel der Saison weiterhin auf den ersten Sieg, jedoch lieferten unsere Männer mit dem Punktgewinn beim derzeit viertplatzierten Team des SV Sachsen 90 Werdau wahrscheinlich die bislang beste Leistung der laufenden Spielserie ab. Von der ersten Minute an präsentierten wir uns hellwach und erarbeiteten gegen den die sehr offensive deckende Abwehrreihe eine Chance nach der anderen. Mit zuletzt selten gesehenem Spielwitz und guten Laufwegen kombinierten wir uns oft in freie Wurfpositionen, die wir zu diesem Zeitpunkt auch zu nutzen wussten. Doch noch besser als der Angriff funktionierte die Abwehrarbeit. Mit schnellen Füßen verschoben wir gut auf die ballführende Seite und ließen so wenig Raum für die Werdauer Torversuche. 3:7 nach zehn Minuten war das Resultat dieser beherzten Anfangsphase. In der Folge schlich sich aber wieder der Schlendrian ein. In erster Linie die Chancenverwertung ließ spürbar nach, wodurch die Hausherren in den zweiten 15 Minuten der ersten Hälfte schnell ausglichen (9:9) und später bei 13:12 kurz vor der Pause das erste Mal in Führung gehen konnten. Nachdem es mit 13:13 in die Kabinen gegangen war, setzte sich der offene Schlagabtausch weiter fort, der vor allem von den beiden Abwehrreihen bestimmt wurden. Beide Mannschaften haderten mit ihren Abschlüssen und es dauerte immerhin über fünf Minuten bis überhaupt das erste Tor – für uns – der zweiten Hälfte nach einem Gegenstoß fiel. Die 13:15-Führung war schnell verpufft, als auch die Gastgeber einige Minuten später das Toreschießen wieder aufnahmen. Zwar lief der Ball nach wie vor ordentlich, aber die schlechten Abschlüsse, auch in doppelter Überzahl, waren es die unser Spiel lähmten und Sachsen 90 mehr und mehr der Partie ihren Stempel aufdrücken ließ. Auch drei verfehlte Strafwürfe sorgten für unnötige Spannung. Marcel Seltmann zwischen den Pfosten war es zu verdanken, dass der zwischenzeitliche Rückstand nicht größer als zwei Tore wurde (19:17, 20:18) Mit einer Vielzahl äußerst wichtiger Paraden brachte er die Werdauer Werfer an den Rand der Verzweiflung und hielt uns im Spiel. Die gut besetzte Auswechselbank ermöglichtes es uns, zu jeden Zeitpunkt frische Kräfte zu bringen und für neue Impulse zu sorgen und so erkämpften wir uns wenige Minuten vor dem Ende wieder den Ausgleich (22:22). Doch zunächst schien es als ob der Kraftakt umsonst sein sollte, als Spielgestalter Toni Schreinert 90 Sekunden vor dem Ende beim Stand von 23:23 für die restliche Spielzeit zum zuschauen verdonnert wurde und wir dezimiert weiter rackern mussten. Doch zunächst setzten wir den ersten Nadelstich, als sich Florian Schreinert von ungewohnter Position am Kreis energisch durchsetzte und die Führung erzielte. Noch 40 Sekunden zu spielen, alle mal genug Zeit für die Werdauer, um zumindest noch einen Punkt zu retten. Aber die fünf verbliebenen taten alles, um es ihnen so schwer wie möglich zu machen und keinen einfachen Gelegenheiten zuzulassen. Bis acht Sekunden vor dem Ende hielt der Riegel, als die Abstimmung bei einem Distanzschuss nach einem Freiwurf nicht stimmte und der Ball im langen Eck einschlug. Sicherlich wäre an diesem siebten Spieltag mehr als nur ein Zähler drin gewesen, jedoch verflog der Ärger über die vertane Chance schnell, denn nach dem wechselhaften Spielverlauf ist eine Punkteteilung ein gerechtes Ergebnis.

Rittersgrüner Aufgebot:
Tobias Brückner, Marcel Seltmann – Heiko Seltmann (2), Toni Schreinert (4), Paul Riedel, Michael Blei (6), Philipp Lang (4/2), Sebastian Eule (2)Florian Schreinert (5), Steffen Täubner, Maximilian Plasczyk (1), Guido Goldmann
 

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