Dritte Auflage von "Berta" ein voller Erfolg

Quelle: Freie Presse

Tellerhäuser.  "Bahne frei, Kartoffelbrei!" Wer kennt ihn nicht, den Rodelschlachtruf aus Kindertagen? Am Samstag passte er hervorragend an den rund 150 Meter langen Hang in Tellerhäuser. Mehr als 30 mutige Piloten stürzten sich vergnügt quietschend auf ihren Schlitten zu Tal. Bei aller Ausgelassenheit: Ein wenig Ehrgeiz schwang mit. Immerhin gehörte der Wettbewerb zum dreiteiligen Wintersportfest "Berta".

"Berta" steht für Breitenbrunn sowie seine Ortsteile Erlabrunn, Rittersgrün, Tellerhäuser und Antonsthal. Die sollen durch die Sause nicht nur namentlich vereint werden. "Wir hoffen, dass dadurch Einwohner und Vereine zusammenrücken und Kontakte knüpfen. Es geht darum, ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln", so Knut Scheiter. Der Ortsvorsteher von Tellerhäuser weiß, wovon er spricht. Denn das beschauliche Nest hat zwei Eingemeindungen hinter sich: 1994 nach Rittersgrün und 2007 mit Rittersgrün nach Breitenbrunn. "Jetzt gilt es für alle Partner, die Zwangsehe mit Liebe zu erfüllen." Und "Berta" erweist sich als wichtiger Mosaikstein dafür.

Helfer ziehen an einem Strang

Das zeigte sich am Samstag. Denn bei der zweiten Auflage gab es in allen Disziplinen - Langlauf, Rodeln und Riesenslalom - einen Teilnehmerzuwachs. "Das freut uns riesig", erklärte Scheiter. Zumal die Organisation fair verteilt war. "Mitglieder aus Sportvereinen aller Ortsteile sind im Einsatz. Hinzu kommen Feuerwehr und Bergwacht, die uns tatkräftig unter die Arme greifen."

Allein 38 Starter absolvierten den Langlauf-Rundkurs - doppelt so viele wie noch 2010. Mit ihrem Mann und Sohn Nick (4) sauste Stephanie Sieber auf Kufen zu Tal. Den Rodelwettbewerb fand sie super. "Die Zeit ist zweitrangig, Dabeisein alles", sagte sie und fand für "Berta" nur lobende Worte. "Eine tolle Idee." Gerade einmal 31,5 Sekunden benötigte Jan Bennett für die Talfahrt auf dem Schlitten, die er mit dem Kopf voraus auf dem Bauch liegend wagte - und dafür Szenenapplaus erhielt. "Wir waren bereits voriges Jahr da. Das Fest ist einwandfrei, vor allem für Kinder und Familien", so der zweifache Vater aus Antonsthal.

Auch bei der Jugend traf das Spektakel ins Schwarze. So startete das Simson-Racing-Team aus Rittersgrün mit modifiziertem Sportgerät: Als Schlittensteuer diente ein Mopedlenker. "Klar sind wir ehrgeizig. Dafür haben wir auch ein bisschen gebastelt", sagte Karl Friedrich (15). Sein Kumpel Steven Genz fügte hinzu: "Das Fest gefällt uns. Wir haben uns sehr darauf gefreut."

Dabei war es erneut der Riesenslalom auf Skiern oder Snowboard, der die meisten Teilnehmer anlockte. "Wir genießen die lockere und familiäre Atmosphäre", so Jana Link. Sowohl sie als auch ihr Mann Veikko und die Kinder Jenny (7) sowie Aaron (10) starteten. "Unsere Tochter zum Beispiel will ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen", erklärte die Breitenbrunnerin.

"Es profitieren letztlich alle"

Den Abfahrtslauf in Tellerhäuser stemmten die Abteilungen Ski und Volleyball der SG Breitenbrunn. "Mit dem Sportfest werden wichtige Schritte für einen ehrlichen Zusammenhalt getan. Das tragen wir auch in Schulen hinein, da uns der Nachwuchs am Herzen liegt", so Ingolf Georgi, stellvertretender Vorsitzender der SG. Er hofft, dass das Miteinander im Einzugsgebiet "Berta" intensiver wird. "Es profitieren letztlich alle." Der nächste Höhepunkt folgt am Samstag mit dem Rabenberg-Pokal im Riesenslalom in Breitenbrunn. "Auch da ziehen - wie bei ,Berta' - viele an einem Strang."

 

Download Ergebnisse

 

Quelle: Freie Presse
erschienen am 23.01.2011 ( Von Anna Neef )
 

This content has been locked. You can no longer post any comment.

Nächsten Termine

Keine Termine

Bilder